Die Primera Division – Zwischen Glanz und Finanzdebakel

Tief im Schuldensumpf und dennoch schillernd: In der Liga BBVA treffen vollendete Gegensätze aufeinander und lassen die Liga regelmäßig in Kritik und Lob ertrinken.

Die spanische Profiliga Primera Division ist seit Jahrzehnten eine der heißesten Adressen in Europa, wenn es um absoluten Spitzenfußball geht. Der FC Barcelona, Real Madrid, der FC Sevilla und viele weitere Vereine können immer wieder Akzente im internationalen Fußballgeschehen setzen. Schon längst wird die Liga BBVA in ganz Europa und der Welt übertragen und von Millionen Zuschauern begeistert verfolgt. Im Mittelpunkt stehen die starken Spieler und Persönlichkeiten, die Fans verzücken oder zur Weißglut treiben. Die „El Clasicos“ zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona stehen natürlich umso mehr im Fokus. Dort treffen Kader aufeinander, die Werte jenseits der 400 Millionen Euro haben.

Einfach und simpel die Antwort: gar nicht. Die Primera Division ist aktuell die am meisten verschuldete Profiliga im europäischen Raum. Nur wenige Teams aus Spaniens erster Spielklasse können mit Stolz von Schuldenfreiheit sprechen. Dort hat man über Jahre versucht, mit einer durchdachten Finanzplanung auch ohne Schulden sportlich erfolgreich zu sein. Natürlich wollten auch andere Vereine schuldenfrei im Oberhaus mitspielen. Allerdings konnten die meisten ambitionierten Clubs das hohe Niveau nicht länger halten und stiegen ab.

Das Grundproblem in der spanischen Liga liegt im Leistungsdruck. Sportlicher Erfolg soll durch neue, bessere Spieler und größere Trainingszentren erreicht werden. Aus diesem Grund werden Investitionen getätigt, für die Kredite aufgenommen werden. In der Hoffnung, die Schulden bei sportlichem Erfolg durch die neuen Spieler wieder abbezahlen zu können, sammeln sich mit der Zeit Millionenbeträge in dreistelliger Höhe an. Das Konkurrenzdenken ist groß, viele Vereine versuchen auf diese Weise ihr Glück. Dadurch steigert sich das erforderte Niveau abermals und langfristiger Erfolg ist praktisch ausgeschlossen. Bei den meisten Clubs versagt diese Strategie und bringt die Liga in finanzielle Nöte.


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