Immer weniger Beitragszahler, stagnierende Rentenhöhen, steigendes Lebensalter sowie immer höhere Lebenshaltungskosten führen dazu, dass viele im Fall einer Pflegebedürftigkeit in starke finanzielle Schwierigkeiten kommen. Denn die gesetzliche Pflegeversicherung reicht bei weitem nicht aus, um den finanziellen Bedarf aufzufangen. Aus diesem Grund ist es ratsam, schon sehr früh an das Abschließen einer privaten Pflegeversicherung zu denken. Diese private Absicherung ergänzt die Leistungen zur gesetzlichen Pflegeversicherung.
Zwei Varianten der privaten Absicherung
Es werden dabei zwei Varianten angeboten. Zum einen die Pflegetagegeldversicherung und zum anderen die Pflegekostenversicherung. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt im Falle der Pflegebedürftigkeit das zuvor vereinbarte Tagegeld aus. Die Pflegekostenversicherung übernimmt hingegen die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten und denen, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung nur übernommen werden. Gerade bei der stationären Heimunterbringung übersteigen die Kosten, die seitens der gesetzlichen Versicherung gezahlt werden um ein Vielfaches. Die Differenz wird dann von der privaten Versicherung aufgefangen. Näheres dazu auch auf www.pflege-test.de.
Die finanzielle Belastung reduzieren
Abhängig von der Pflegestufe wird von der Kasse ein Pauschalbetrag gezahlt. Dieser Betrag liegt aber von den tatsächlichen Pflegekosten weit entfernt. Da dieser Fehlbetrag aus eigener Tasche beglichen werden muss, kann es schnell zu einer finanziellen Not kommen. Auch das Vermögen des Ehepartners und der Kinder kann hierfür angetastet werden. Die Bundesregierung legt alle drei Jahre einen Bericht vor, der über die Entwicklung der Pflegeversicherung Auskunft gibt. Der letzte Bericht zeigt vor allem die demografische Entwicklung. Dieser spielt für die künftigen Beitragssatz- und Ausgabenentwicklung eine wichtige Rolle. So wird im letzten Bericht davon ausgegangen, dass die Anzahl an Bedürftigen bis 2040 auf 3,4 Millionen steigt. Besonders bedenklich ist dies, da die Bundesregierung keine Prognose über die finanziellen Auswirkungen macht. In Zeiten immer knapper Kassen, dürfte die Belastung die auf die Bürger zukommt, weiter stark steigen. Wenn man bedenkt das auch derzeit ein Platz im Pflegeheim schon 3.500 Euro im Monat kostet und die Pflegeversicherung davon nur 1.432 Euro übernimmt, fallen noch 1.688 Euro an, die jeden Monat aus eigener Tasche getragen werden müssen, sofern eine private Absicherung fehlt. Weitere Informationen gibt es auf www.pflege-test.de